Eine neue Lieblings-(Sarooja)Jacke

Hallihallo!

Heute zeige ich Euch ein absolutes Lieblingsteil, das ich in meinem Kleiderschrank nicht mehr missen möchte. Es geht um meine Sweatjacke Sarooja von Sarona Homemade, die ich vor Weihnachten noch genäht habe.

Wie es dazu kam? Eine Freundin war schon vor längerer Zeit total begeistert von meinem Hoodie Saroodie und meinte, dass sie so einen auch gerne hätte und war sehr interessiert daran, wie so ein Pulli genäht wird. Mein Kommentar dazu war dann: „Ja dann nähen wir dir halt zusammen einen.“ Damit ging das Projekt dann in die Planung. Nachdem ihr die meisten Pullis zu warm sind, sollte es ein Schnitt mit Reißverschluss sein, den Wickelkragen fand sie aber auch ganz toll. Was für ein Glück, dass es den Schnitt mittlerweile mit beidem gibt 🙂

Bei der Stoffsuche für ihren Pulli stach mir dann dieser wunderschöne weinrot melierte Kuschelsweat in die Augen und musste mit. Eigentlich hatte ich ja nicht geplant, mir auch ein Exemplar zu nähen, aber nachdem der Stoff schon da war, konnte ich natürlich nicht widerstehen. Also haben wir uns ein Wochenende getroffen und jede eine Jacke genäht 🙂

Genäht habe ich den Schnitt ohne Änderungen und ich finde, er passt perfekt. Entgegen der Anleitung habe ich auch die Innenseite der Kapuze und die Belege aus dem dicken Sweat genäht. Dadurch hat man bei geschlossenem Pulli vorn vier lagen Stoff. Ich kann mir vorstellen, dass das für viele zu dick ist; ich finde es aber genau richtig. Der Pulli ist dadurch super dick und kuschelig, genau richtig für mich 🙂 Außerdem haben die Kapuze und der Kragen mehr Stand, das finde ich sehr angenehm.

Auch die Bündchen habe ich aus Sweat genäht, der ist allerdings sehr dehnbahr, mit dem Hauptstoff wäre das glaube ich nicht so gut gegangen. Und natürlich durften die kleinen Details aus Snappap (unterlegt mit dünnem Filz) auch nicht fehlen. Auf der Brust habe ich mein Logo aufgestickt. Es war ziemlich kompliziert, das Muster auf das Material zu übertragen, aber ich finde, die Mühe hat sich gelohnt. Ich habe das Logo erst ausgedruckt, im Gegenlicht auf der Rückseite nachgemalt, die Vorderseite ganz dick mit Bleistift angemalt und dann auf das Snappap gelegt. Wenn man dann auf der Rückseite das Muster nochmal nachmalt, überträgt sich der Bleistift aufs Material. (Ja, so ist das eben, wenn man weder Plotter noch Pauspapier im Haus hat 😉 )

Die Anleitung war gut verständlich und strukturiert und mit dem Pulli bin ich super zufrieden. Besonders der seitliche Reißverschluss und der dicke Kragen haben es mir angetan. Das nächste mal würde ich noch Reißverschlüsse in die Taschen nähen, die stehen manchmal etwas auf, vor allem im Sitzen. Der Pulli ist aber auch so zu einem absoluten Lieblingsteil geworden und wird nach dem Waschen immer ganz unauffällig wieder nach oben geschummelt 🙂

Der Pulli meiner Freundin wird übrigens Berichten zufolge auch in Dauerschleife getragen, was mich natürlich ganz besonders freut. Bei mir wird es auf jeden Fall nicht bei dem einen Pulli bleiben, ich hätte sehr gerne noch einen in einem schönen petrol. Oder maritim blau, oder mit Muster, oder….?^^ Wir werden sehen 😉

Nächstes Mal werde ich Euch hoffentlich das genähte Weihnachtsgeschenk für meinen Papa zeigen, das wartet auch schon eine Weile darauf, hier verewigt zu werden.

Bis dahin macht es gut und bis bald,
Pia


Schnitt: Sweatjacke Sarooja von Sarona homemade

Stoff: Sweat von Herbert Textil, Kordel von Strandguträuber

Verlinkt: Rums, Sewalong von Fräulein An

Eine nur fast perfekte Skinnyjeans

Hallihallo!

Heute will ich Euch meine neue Jeans zeigen, die ich mir nach dem Schnittmuster Skinnyjeans von Sewera genäht habe. Den Schnitt hatte ich mir damals direkt nach der Veröffentlichung gekauft und dann natürlich (wie hätte es anders sein können) erstmal eine Weile liegen lassen.

Im Januar habe ich das Projekt dann endlich mal angegangen. Zum einen, weil ich endlich wissen wollte, wie der Schnitt passt und zum anderen, weil ich eine schmale Jeans gebraucht habe, wo die Orthese für das operierte Knie drüber passt. Und natürlich, weil bei Jeans eh Dauermangel bei mir herrscht 😉 Mein großes Nähziel ist ja immer noch ein perfekt passender Jeansschnitt, um mir die Anprobemarathons in den Klamottenläden zu ersparen. Mit dem Hintergedanken habe ich dann fleißig losgelegt.

Wie im Schnitt empfohlen habe ich die Hose (in Größe 34) mit etwas mehr Nahtzugabe zugeschnitten und alles erstmal mit einem großen Stich geheftet. Das war auch gut so. Nach der ersten Anprobe waren im Schritt vorne super viele Falten, ein Katzenbart in Perfektion sozusagen. Ich habe daraufhin die Vorderhose im oberen Bereich um 0,5-1cm verbreitert und auch die Rundung der vorderen Mitte etwas flacher gemacht. Dadurch sind die Falten etwas weniger geworden, ganz habe ich sie aber nicht wegbekommen. Wenn mir noch jemand einen Tipp hat, wie ich das anpassen kann, würde ich mich freuen 🙂

Durch die Verbreiterung ist die Hose jetzt nicht mehr ganz so skinny, wie sie ursprünglich sein soll, das stört mich aber nicht, mir ist sie eng genug. An der Hinterhose habe ich nichts verändert, mit der Passform bin ich soweit zufrieden.

Das Muster auf den Taschen habe ich von Closet Case Patterns, wenn man sich in deren Newsletter einträgt, bekommt man eine tolle Sammlung an Vorlagen für Jeanstaschen. Ich finde, es sind ein paar tolle Beispiele dabei.

Entgegen der Empfehlung in der Anleitung habe ich den Bund gedehnt angenäht, sonst wäre er furchtbar weit abgestanden. Und auf einen Formbund hatte ich auch keine Lust. Jetzt liegt er schön an und von außen sieht man ja nicht, ob der Stoff gedehnt ist oder nicht. Das rechte Hosenbein ist übrigens nicht breiter, sondern der Oberschenkel dünner als links 😉 In der Hose sieht man immer am deutlichsten, dass der rechte Oberschenkel nach der OP deutlich an Muskeln abgebaut hat.  Das ändert sich aber hoffentlich bald wieder.

Ansonsten hat das Nähen wirklich viel Spaß gemacht, das viele Absteppen finde ich toll 🙂 Auch das Reißverschluss einnähen ging super, ich habe es allerdings spiegelverkehrt genäht. Warum Frauen ihren Reißverschluss mit links zumachen sollen ist mir immer noch ein Rätsel 😉

Das Ebook fand ich insgesamt sehr gut, schade war nur, dass es im Schritt nicht so gut gepasst hat. Da ich mit gekauften Jeans aber auch immer Probleme habe, hat mich das nicht so sehr überrascht.

So ist die Jeans zwar nicht perfekt geworden, sie ist aber auf jeden Fall gut tragbar und bequem ist sie auch. Alles gut also. Das nächste Mal würde ich aber trotzdem gerne einmal selbst konstruieren und sehen, ob damit das Ergebnis noch besser wird. Mal sehen wann sich mal ein freies Wochenende findet 😉

Bis dahin macht es gut und viele Grüße,
Pia


Schnitt: Skinnyjeans von Sewera

Stoff: elastischer Jeansstoff von Karstadt

Verlinkt: RUMS

Shirts für Physiotherapie und Training

Hallo,

nachdem ich Euch letztes Mal die Hose gezeigt habe, dich ich als Vorbereitung für meine Kreuzband-OP genäht hatte, kommen heute die dazu passenden Shirts.

Im Laden hatten mich die beiden Funktionsstoffe gleichermaßen angesprochen, der blaue wegen der Farbe und der beerenfarbene durch die Textur. Der Stoff ist innen total weich und flauschig. Ich bin mir zwar immer noch nicht sicher, ob beere wirklich die beste Farbe für mich ist, aber in Kombination mit dem blau finde ich es gar nicht so schlecht.

Das Top ist nach einem selbst zusammengewürfelten Schnitt genäht. Den habe ich aus dem Oberteil des MAkikky-Kleids und dem Vergleich mit meinen gekauften Tops gebastelt. Mit der Passform bin ich mittlerweile recht zufrieden, nur unter den Achseln würde ich den Ausschnitt noch etwas vergrößern.

Das Top habe ich tatsächlich noch auf den letzten Drücker genäht, am Tag bevor ich in die Klinik musste. Zwischen Wohnung putzen und aufräumen; das Packen musste bis kurz vor knapp warten. Was man (oder wohl eher Frau) halt so macht wenn man weiß, dass man den nächsten Monat nicht nähen können wird 😉

Das T-Shirt ist ein bisschen rechtzeitiger entstanden, das war schon vorher fertig. Ich wollte ja unbedingt ein Raglan-Shirt, bei dem beide Stoffe kombiniert sind. Sonst wäre es ja keine richtige Kombi, oder? 😉

Nach etwas Suchen habe ich mich für den Schnitt Lady Comet von Mialuna entschieden. Die senkrechten Nähte gefallen mir richtig gut. Um das nochmal etwas zu betonen (und weil es schneller geht als erst nähen und danach drüber covern, aber pssst!) habe ich die Nähte als Flachnaht genäht. Ich finde, es passt gut zu einem Trainingsshirt.

Die Ärmel habe ich einfach gekürzt und umgenäht, genauso am unteren Saum. Und statt Kapuze habe ich einfach ein Bündchen angesetzt.

Mit der Größe war ich mir anfangs nicht ganz sicher. Es ist ja schließlich ein Hoodie-Schnitt. Schlussendlich habe ich die nach Maßtabelle passende Größe (34) ohne Nahtzugabe zugeschnitten und die mittleren Schnittteile minimal schmaler gemacht. Jetzt ist es schön anliegend, genau wie geplant 🙂

Beide Oberteile werden fleißig getragen, das Top allerdings etwas häufiger als das T-Shirt. Das liegt aber einfach daran, dass Oberteile ohne Ärmel weniger schnell durchgeschwitzt sind. Und da ich auch in den nächsten Wochen und Monaten noch regelmäßige Physiotherapie und Training brauchen werde, kann ich mich weiterhin an den zusammenpassenden Teilen freuen 🙂 Outet sich noch jemand als Kombi-Näherin? 😉

Bis bald,

Pia


Schnittvorlagen: MAkikky von ki-ba-doo, Lady Comet von Mialuna

Stoff: Funktionsstoffe von Karstadt

Verlinkt: RUMS

OP-Vorbereitungen

Hallo!

Ich melde mich im neuen Jahr zurück mit einer Hose, die ich noch vor Weihnachten genäht habe. Schon im April hatte ich mir bei einem Trainingswochenende das Kreuzband abgerissen. Nachdem ich meine Masterarbeit nicht unnötig verlängern wollte, bin ich dann erstmal den Rest des Jahres ohne Kreuzband rumgelaufen. Das war im Alltag auch weitestgehend kein Problem, nur trainieren ging nicht mehr so gut, weil das Knie instabil war.

Die fällige OP habe ich mir dann in die freie Zeit zwischen Master und dem Beginn der Doktorarbeit gelegt. Direkt vor Weihnachten fand ich wenig attraktiv, also ist es letztendlich Januar geworden. Mir war klar, dass ich auf jeden Fall eine bequeme Hose brauche, die weit genug ist, um über die Orthese zu passen und die sich seitlich öffnen lässt.

In den 90ern gab es diese furchtbar hässlichen Hosen mit seitlichen Streifen und Druckknöpfen. Sowas in der Art wollte ich haben, nur in nicht ganz so hässlich 😉 (Jetzt ist sie zwar auch kein modisches Super-Highlight, aber immer noch besser als die Vorlage 😛 )

Als Schnitt stand schnell das Freebook „Flotte Beinfreiheit“ von Yva R. fest. Den Schnitt hatte ich im Sommer schon einmal genäht und wusste, dass die Hose weit genug wird. Ich habe lediglich die Beine etwas verschmälert, super pump-hosig wollte ich es dann doch nicht.

Den Stoff habe ich günstig bei Karstadt gefunden. Beim Aussuchen stach mir außerdem ein beerenfarbener Funktionsstoff ins Auge, perfekt für Trainingstops. Tja, und schon war die Kombi geplant 😉 Ich habe außerdem noch Reißverschlusstaschen eingebaut und alles mit ein paar Covernähten verschönert.

Statt Druckknöpfen habe ich einen Reißverschluss eingenäht, das finde ich praktischer, außerdem zieht es dann nicht rein. Am liebsten hätte ich einen Reißverschluss gehabt, der komplett durch geht, aber in der Länge war auf die Schnelle keiner zu haben. So geht er jetzt halt nur bis zum Oberschenkel. Das hätte ich aber auch nur in den ersten paar Tagen nach der OP gebraucht, mittlerweile komme ich auch so super zurecht.

Aus dem Kombistoff habe ich mir noch ein passendes T-Shirt und ein Top genäht, die warten aber noch darauf, fotografiert zu werden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Hose, sie ist momentan bei mir im Dauergebrauch. Gerade bei der Krankengymnastik ist es sehr angenehm, wenn man nur das Beinchen aufzippen muss, statt sich jedesmal halb auszuziehen 🙂

Nachdem ich die Hose fertig genäht hatte ist mir aufgefallen, dass die Farbwahl auch super zu meinen Krücken passt. Ha, als hätte ichs geplant! 😛

Für alle die sich jetzt fragen: Dem Knie gehts schon besser, jetzt nach vier Wochen kann ich schon wieder voll belasten und mache Krückenentwöhnung. Und seit ich nur noch eine Krücke brauche, habe ich auch langsam wieder mit Nähen angefangen. Auf dem Boden rumkriechen und zwischen den Maschinen hin- und herlaufen war mir davor dann doch zu umständlich. Es wird also 🙂

Damit verabschiede ich mich und schaue mal, was es sonst noch so bei Rums zu sehen gibt.

Bis bald,
Pia


Schnitt: Freebook Flotte Beinfreiheit von Yva R.
Verlinkt: RUMS

N wie Nerd-Pulli

Hallo!

Schon das ganze Jahr habe ich die Aktion 12 Letters of Handmade Fashion verfolgt, bei der jeden Monat ein Buchstabe gezogen wird und passend dazu Kleidungsstücke genäht werden. Ich habe es aber bisher einfach nicht geschafft, auch mal teilzunehmen. Bis jetzt! Für den November wurde der Buchstabe N gezogen. Das passte super zu meinen Nähplänen, deshalb bin ich heute dabei mit meinem

(Natürlich Nicht Normalen) Nerd-Pulli 😀

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Den Stoff „Professor Grips“ habe ich schon vor Monaten bei Stoffwelten.de gekauft, ich hatte dabei ziemlich genau den Pulli vor Augen, der es jetzt auch geworden ist. Dann lag der Stoff im Regal, bis mir der Schnitt Lady Sky von Mialuna in die Finger kam. Der Schnitt war schnell gekauft und der Pulli auch fix genäht.

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Hier sieht man nochmal den tollen Stoff. Als Chemikerin MUSSTE ich ihn haben, war ja klar 😀 Ich finde ihn total süß mit den kleinen Kolben und Reagenzgläschen. Genau richtig für die Arbeit im Labor. Das Molekül ist übrigens Theobromin. Es ist verwandt mit Coffein und in Schokolade enthalten. Mjam! 🙂

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Der Schnitt Lady Sky gefällt mir super gut. Weil ich einen figurnahen Pulli wollte, habe ich ihn in Größe 32 genäht. Untenrum passt das auch super, den nächsten würde ich an den Schulter eher in S nähen, er ist minimal zu schmal. (Nein, weniger Handstand machen ist keine Option 😉 )

Der Pulli ist innen komplett mit Belegen versäubert, das gefällt mir sehr. So ist auch innen alles hübsch. Besonders toll finde ich jetzt schon den Kinnschutz. Ich mag solche kleinen Add-ons.

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Ich habe die innenliegenden Taschen gewählt und den Rest Paspel mit eingenäht. Ich finde der Kontrast macht sich gut. Die Taschen klaffen leider beim Tragen etwas auf, vielleicht nähe ich die hintere Seite nochmal fest, damit nicht ganz so viel absteht.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Nerd-Pulli (Ich denke man muss ein bisschen Nerd sein um sich so einen Pulli zu nähen. Aber hey, ich steh dazu 🙂 ). Ich habe ihn jedenfalls direkt angezogen und mich wohlgefühlt 🙂

Und deshalb bin ich diesmal auch dabei, und weil Donnerstag ist schicke ich den Pulli natürlich auch noch zu Rums.

 

Nerdige Grüße,
Pia


Schnitt: Lady Sky von Mialuna in 32

Verlinkt: RUMS, 12 Letters of Handmade Fashion

jErik als (Tango-)Hemd

Soo, ich melde mich hier mal aus der Versenkung!

Es ist ja schon wieder eine Weile her dass ich hier etwas gezeigt habe, aber ich habe immerhin eine gute Ausrede 😉 Ich habe in der Zwischenzeit nämlich meine Masterarbeit fertig geschrieben. Und mein Studium damit offiziell beendet. Yeah! 🙂 Die letzten Wochen im Labor und das Zusammenschreiben der Ergebnisse haben doch mehr Zeit beansprucht als gedacht, so dass ich nur sehr selten an der Nähmaschine gesessen bin. Für ein Teil hat es aber Gott sei Dank doch noch gereicht 😉

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Dieses Hemd habe ich für einen guten Freund genäht. Er hatte angeboten, mir Stoff für zwei meiner Projekte zu finanzieren, wenn ich ihm ein Hemd zum Tangotanzen nähe. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen 😉 Also waren wir ein paar Wochen später in München zu Besuch und haben gemeinsam auf dem Stoffmarkt den passenden Stoff ausgesucht. Am Ende ging der Deal dann doch anders aus als ursprünglich vereinbart. Ich habe die Materialkosten übernommen und dafür seine alte Systemkamera bekommen. Finde ich sogar noch besser. Und sollte das Hemd gut passen, dann gibt’s auf jeden Fall noch ein zweites gratis dazu 😉

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Als Schnitt für das Hemd habe ich jErik von Prülla verwendet. Nachdem der Gute fast zwei Meter groß ist, musste ich den Schnitt auf XXL vergrößern. Und nachdem es ein Hemd sein sollte, habe ich mit Hilfe von meinem Schnittkonstruktionsbuch und dieser Anleitung einen richtigen Hemdkragen drangebastelt. Das hat glücklicherweise auch alles so gepasst wie ich mir das gedacht hatte 🙂

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Statt den normalen Eingriffstaschen habe ich innen an der gleichen Stelle Innentaschen angebracht, so dass kleinere Dinge verstaut werden können. Und natürlich musste eine Knopfleiste an das Hemd. Es waren Druckknöpfe gewünscht, also sind es auch welche geworden. So musste ich schon keine Knopflöcher nähen 😉 (auch wenn der Knopflochautomat meiner alten Singer wunderschöne Knopflöcher macht)

Als letzte Änderung hatte sich der „Beschenkte“ einen abgerundeten Saum gewünscht. Erst als ich den Stoff am Ende umnähen wollte, ist mir aufgefallen, dass das ja in diesem Fall nicht geht. Also habe ich einen Beleg angenäht. Wieder was gelernt 🙂

Der Stoff ist ein relativ flutschiges und dehnbares Gewebe, etwas dicker als Jersey. Er ist außen leicht glänzig und fasst sich auch gut an, zum Vernähen war er aber nicht wirklich toll. Super rutschig und quasi nicht bügelbar. Aber egal, es hat ja alles geklappt 🙂

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Alles in allem habe ich deutlich länger für das Projekt gebraucht als ursprünglich geplant, aber ich habe es pünktlich zur Abgabe der Masterarbeit fertig bekommen und konnte es dann gleich am folgenden Wochenende überreichen. Ich bin sehr gespannt, wie es sich in der Praxis schlägt 🙂

Lieber ToM, ich hoffe du hast ganz viel Freude mit deinem neuen Hemd!

Bis bald,
Pia


Schnitt: jErik von Prülla, auf XXL vergrößert

Verlinkt: Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, jErik Designbeispiele

 

Ein Kimono-Tee-Stillshirt zur Geburt

Hallo!

Vor zwei Wochen hat eine gute Freundin ihr zweites Kind zur Welt gebracht. Natürlich habe ich mich gleich an die Nähmaschine gesetzt, um ein Mitbringsel zu nähen. Als erstes wollte ich ja einen Body für den kleinen Mann nähen. Aber nachdem vom ersten Kind eh noch genug Klamotten da sind und er sowieso innerhalb kürzester Zeit wieder rausgewachsen wäre, habe ich mich doch anders entschieden.

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Ich habe in letzter Zeit so viele schöne Kimono Tees gesehen und wollte den Schnitt unbedingt auch einmal nähen. Außerdem wollte ich nichts zu kompliziertes nähen, es sollte ja schnell fertig werden. Den Schnitt habe ich dann nach dieser Anleitung in ein Still-Shirt umgewandelt.

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Das Vorderteil des Shirts wird gedoppelt, so entsteht seitlich ein Eingriff. Das innere Vorderteil hat in der Mitte einen Schlitz, so können die beiden Lagen zum Stillen gegeneinander verschoben werden. Und beim normalen Tragen sieht man (hoffentlich) nicht wirklich, dass es ein Still-Shirt ist.

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Auch diesmal habe ich wieder mit meiner Cover gekämpft, aber am Ende hat alles einigermaßen hingehauen. Vielleicht werden wir ja doch noch Freunde. Irgendwann… 😉

Ich hoffe auf jeden Fall, dass das Shirt seine Funktion erfüllt und Mama und Kind lange Freude daran haben werden 🙂

Bis bald,
Pia

 

Schnitt: Kimono Tee von Maria Denmark

Verlinkt: Creadienstag, Dienstagsdinge, Handmade on Tuesday

Top-Experimente

Hallo!

Das heutige Top war sozusagen ein Versuchsexperiment. Und das gleich in zweierlei Hinsicht.
Tops trage ich eigentlich täglich, zusammen mit Jeans und einem Pulli obendrüber. Bequem, praktisch und ich muss nicht lange nachdenken, was gut zusammen passt. Ich hatte deshalb schon seit längerem vor, mal ein Top selbst zu nähen. Nähtechnisch sollte das ja keine größere Herausforderung sein.

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Also habe ich eines meiner Tops (das, das am wenigsten verzogen war :-P) im Bruch auf einen Bogen Packpapier gelegt und den Schnitt abgenommen. Am Vorderteil habe ich noch ein paar Rundungen etwas geändert und das Top dann so zugeschnitten.

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Eine Herausforderung war das Nähen dann doch. Ich habe mir vor ein paar Monaten gebraucht eine Coverlock (Janome Cover Pro 2000 CPX) gekauft und brauchte nach vielen Nähversuchen auf Stoffresten ein Testobjekt, um mal wirklich was damit zu nähen. Wie ihr seht, ist es dieses Top geworden. Wie andere auch hatte ich Probleme mit den gefürchteten Fehlstichen, vor allem an den dickeren Nahtstellen. Zwischendurch habe ich ein paar mal ordentlich geflucht, aber am Ende waren alle Nähte fehlstichfrei.

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Mit dem Top bin ich relativ zufrieden, ein paar Zentimeter länger hätten im Nachhinein nicht geschadet. Das lässt sich ja aber beim nächsten Mal ohne Probleme umsetzen.

Was die Maschine angeht: Beste Freunde sind wir noch nicht geworden. Ich habe jedoch das Gefühl, dass sie Geduld und eine gewisse Einlaufzeit braucht, bis sie zuverlässig das tut, was sie soll. Wenn sie näht, finde ich die Nähte nämlich sehr schön. Wir werden sehen 😉

Bis bald!

Pia

 

Verlinkt: RUMS

Ein schneller Rock für heiße Tage

Soo,

nachdem es hier wieder eine Weile still war, zeige ich heute einen schnell genähten Jersey-Rock. Genäht habe ich ihn schon letztes Jahr, weil ich dringend noch einen Rock brauchte, der auch bei 40°C noch angenehm zu tragen ist.

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Als Schnitt habe ich den Rockteil von MAkikky von ki-ba-doo verwendet. Der Rock ist super schnell genäht: Zwei gleiche Schnittteile, Bündchen oben dran, Saum umnähen, fertig. Da ich bei meiner spontanen Nähaktion kein passendes Bünchen da hatte, habe ich einfach den gleichen Jersey verwendet wie für den Rock selbst.

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Den Saum habe ich ganz einfach mit dem Leiterstich (heißt der so?) auf der Overlock umgenäht.

Der Rock ist wie geplant schön luftig und perfekt geeignet für heiße Sommertage. Er ist schnell übergezogen und nimmt im Schrank oder unterwegs kaum Platz weg. Das nächste Mal würde ich vielleicht noch Taschen einbauen, es ist aber auch nicht schlimm ohne. (Habt ihr auch immer das Gefühl dass etwas fehlt wenn man keine Taschen hat? ;-))

Damit hoffe ich, dass uns der Sommer noch eine Weile erhalten bleibt und mein Rock noch ganz oft zum Einsatz kommt 🙂

Bis bald,
Pia

 

Schnitt: Sommerkleid MAkikky von ki-ba-doo

Verlinkt: RUMS

Einen Hoodie braucht man immer

Hallo und Grüß Gott!

Letzte Woche waren wir eine Woche in Österreich wandern. Dabei haben es endlich mal wieder ein paar Teile vor die Kamera geschafft. Bevor der Sommer hier endgültig ausbricht, zeige ich noch schnell einen Pulli, den ich schon im Frühjahr genäht habe. Ich wollte unbedingt einen kuscheligen Pulli mit Wickelkragen und habe mich schließlich für den „Hoodie Saroodie“ entschieden.

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Der Schnitt beinhaltet die Möglichkeit für eine Wickelkapuze, einen Wickelkragen oder einen Schlauchkragen. Ich habe mich für den Wickelkragen entschieden, das nächste Mal würde ich aber auch gerne noch die Kapuze ausprobieren.

Besonders angetan haben es mir die kleinen Details aus Leder an den Taschen, auf Oberarm, Rücken und am Kragen. Die Optik gefällt mir super gut und wertet meiner Meinung nach den ansonsten eher schlichten Pulli noch einmal auf.

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Die Kordel am Kragen ist aus einem Stück Innenstoff selbst gedreht. Eine Anleitung dafür ist auch beim Schnitt dabei.

Der Pulli wird bei mir gerne und oft getragen. Was mich allerdings ein bisschen stört ist, dass der doch eher schwere Kragen nach längerem Tragen nach vorne „runterzieht“ und sich dadurch im vorderen Schulterbereich der Stoff ein bisschen ausbeult. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Problem bei der Kapuze nicht auftritt, da die ja eher nach hinten zieht. Ansonsten sitzt der Hoodie aber sehr gut und macht auch von hinten eine schöne Silhouette (Die sackige Form ist etwas, was mich an normalen Hoodies immer ziemlich stört ;-)).

Das verregnete Frühjahr über hat mich mein Hoodie immer schön warm gehalten und auch jetzt im Wanderurlaub war ich froh, dass ich ihn dabei hatte. Wir hatten nämlich nicht nur strahlenden Sonnenschein wie auf den Bildern, sondern auch stundenlange Regengüsse, bei denen es in den Bergen ganz schön frisch werden kann. Und da ich ja eher der verfrorene Typ bin, wird der Pulli bestimmt auch den Sommer über an kühlen Abenden zum Einsatz kommen.

Damit  verabschiede ich mich mit einem kleinen Take-Out-Bild. Freiflug durch die Berge! 🙂

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Bis bald!
Pia

 

Schnitt: Hoodie Saroodie von Sarona homemade

Stoff: Jersey: Mies und Moos Pfeile, Sweat: Stoffladen bei meinen Eltern 😉

Verlinkt: RUMS